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Die Sammlung des Johann Fischer aus Engeldorf

Lasset die Engel zu mir kommen
Engeldorf (49 KB)
Johann Fischer und seine (Engel)Enkelin Laura Chiara (Foto: T. Kutter)

In Engeldorf, vor den Toren von Köln in der Gemeinde Kürten, befindet sich die Heimat bisher ungezählter Engel in allen denkbaren Erscheinungsformen.

Engel aus Holz, Marmor, Ton, Gips, Kunststoff, Garn, Farbe, Seife, Papier und Zinn hat Johann Fischer in jahrelanger geduldiger, ja sogar ehrgeiziger Arbeit zusammengetragen. Geprägt   von seinem festen Willen.

Alle Engel gehören nach Engeldorf!

Sie scheinen seinen Ruf gehört zu haben und sind in wahren himmlischen Heerscharen nach Engeldorf geflogen. Einige haben ihren Weg auch mit der Post gefunden oder sind persönlich bei Johann Fischer abgegeben worden.

Egal ob kitschig, wertvoll, alt, gebraucht, neu. Jeder Engel, egal welcher Hautfarbe, Religion oder Nation, ist in der Sammlung - die in ihrer einzigartigen Vielfalt ihresgleichen sucht - immer herzlich willkommen.

Und wer Engel kennt, die in Not sind und Asyl suchen, der schicke sie einfach nach Engeldorf, denn dort finden sie eine sichere Zuflucht unter tausenden von Gleichgesinnten.

Wie alles begann

Im Juni 1985 traf Johann Fischer ein harter Schicksalsschlag: Er erlitt einen sehr schweren Autounfall, der ihn fast das Leben gekostet hätte. Es schien, als hätte ihn sein Schutzengel gerade noch vor dem vorzeitigen Wechsel in eine andere Sphäre gerettet.

Am Abend des Unfalls besuchte ihn seine Tochter Tosca - Michaela im Krankenhaus und schenkte ihm zum Trost und zu seinem Schutz eine Engelpuppe aus Stoff. Diese Puppe begleitete ihn seither bei allen seinen Autofahrten.

Während des folgenden, mehrmonatigen Krankenhausaufenthalts hatte Johann Fischer sehr viel Zeit, über seinen weiteren Lebensweg nachzudenken. Als Versicherungskaufmann war er für irdische Sicherheit zuständig, doch jetzt wollte er sich für die himmlische Sicherheit einsetzen.

Der erste Engel (28 KB)

Der erste Engel (Foto: K. W. Gather)

 

Im Reich der Engel
Eingangsbereich (31 KB)
Der Eingangsbereich (Foto: T. Kutter)
Schlafzimmer (46 KB)

Das Schlafzimmer (Foto: K. W. Gather)

Die wertvollsten und liebsten Engel befinden sich im Wohnhaus von Johann Fischer.

Im Schlafzimmer sind 333 Engel untergebracht, genauso viele wie Engeldorf Einwohner hat.

 

Pflege der Engel (40 KB)

Johann Fischer und seine Enkel Laura Chiara und Mark bei der Arbeit (Foto: K. W. Gather)

Obwohl Engel - dank ihrer Flügel - "Selbst entstauber" sind, bedürfen sie dennoch einer intensiven Pflege.
Auch Engel lieben den gelegentlichen Ortswechsel. Die verdienstvollsten Engel werden mit einem Umzug in das Engel-Gartenhäuschen belohnt.

Umzug der Engel (42 KB)

Der Umzug der Engel (Foto: K. W. Gather)

 

 

Engel-Gartenhaus 61 KB)

Das Engel-Gartenhaus (Foto: T. Kutter)

Das Engel-Gartenhäuschen ist in zwei Hälften unterteilt: Zur Rechten ist die "Engelstube" und zur Linken befindet sich die "Krippe der 1000 Engel".

Engel-Toilette (28 KB)

Die Engel-Toilette (Foto: J. Fischer)

Da Engel auch mal ihr Geschäft verrichten müssen, gibt es natürlich auch eine zünftige Engel-Toilette.

 

               Im Engel-Gartenhaus (42 KB)
                   Im Engel-Gartenhaus (Foto: K. W. Gather)

Was früher die "Kölschvernichtungsstätte" war (hier wurde vor der Sammlung manches Fass Kölsch geleert), hat sich inzwischen zur "Engelsammlungsstätte" entwickelt. Anbetracht des früheren Zwecks, gibt es hier sogar eine "Engel-Alkoholiker-Ecke" mit "Engelbräu". Auch Engel sind gelegentlich einem edlen Tropfen nicht abgeneigt.

Bergische Krippe (51 KB)

Die "Krippe der 1000 Engel" (Foto: J. Fischer)

In der "Krippe der 1000 Engel" tummeln sich auf rund 4 qm Grundfläche weit über 1000 Engel. Das ganze Jahr über herrscht hier weihnachtliche Stimmung.
Für das Wohl der Engel ist bestens gesorgt, denn im eigens für sie angelegten Bach und See können die Engel schwimmen, meditieren und entspannen.

 

Weihnachtsengel
Krippe aus Zinn (43 KB)
Krippenensemble, Zinn, bemalt, 7 x 10 cm
1. Hälfte 20. Jahrhundert (Foto: T. Kutter)
 

Bei Abendrot in der Vorweihnachtszeit wurde den Kindern früher erzählt, dass die Engel die Plätzchen für das Fest backen. Aber auch heute ist ein Weihnachtsfest ohne Engel kaum vorstellbar.

Sei es in der Krippe oder am Tannenbaum, der übrigens Anfang unseren Jahrhunderts seinen Siegeszug in die guten Stuben antrat, Engel verkünden in den vielfältigsten Erscheinungsformen die Geburt von Jesus Christus. Wahre Heerscharen von Engeln aus Silber, Stroh, Holz, Plastik, Wachs oder Schokolade erfreuen dann in dieser Zeit mehr oder weniger unsere Augen.

 

 

Weihnachtspostkarte 1 (30 KB)

Weihnachtspostkarte, Druckkarte, 14 x 9 cm
Anfang 20. Jahrhundert (Foto: T. Kutter)
Weihnachtspostkarte 2 (33 KB)
Weihnachtspostkarte, Druckkarte, 14 x 9 cm
Anfang 20. Jahrhundert (Foto: T. Kutter

Besonders beliebt waren um die Jahrhundertwende Glückwunschkarten mit Engelabbildungen für alle feierlichen Anlässe wie Taufe, Geburtstag, Kommunion und selbstverständlich auch Weihnachten.

Weihnachtskugel (23 KB)

Weihnachtskugel, Glas, handgemalt, 10cm
Anfang 20. Jahrhundert (Foto: T. Kutter)

Unser besonderer Dank gilt:

Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren


D-87758 Kronburg-Illerbeuren
Pressephoto by:
K. W. Gather

D-40074 Düsseldorf
Postfach 14 04 54

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E-Mail:Mailbox (4 KB)

© Johann Fischer - Engeldorf  im Juli  2003

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